In Europa gefeiert, aus Nordamerika und Australien verdammt. Während der kanadische Regisseur Bruce LaBruce in seinem Heimatland, den USA und Australien bislang zu wenig Anerkennung gekommen ist, schätzt man sein Filmschaffen in Europa umso mehr.

Diesen Kreislauf setzt nun sein neues Werk L.A. ZOMBIE als Festivalbeitrag fort. Das Komitee des Melbourne International Film Festival (MIFF) hat den Gorno wegen seiner expliziten Gewalt- und Sexszenen aus dem Programm genommen. L.A. Zombie gibt es in zwei Versionen, einer Softcore- und einer Hardcore-Variante, wobei das Festivalkomitee die Light-Version nach Sichtung ablehnte. Zombie-Erschaffer Bruce LaBruce kann sich darüber nur freuen, denn die Streichung seines Films aus dem Programm ist für ihn ein verkaufsfördernder Marketingeffekt. OTTO; OR UP WITH DEAD PEOPLE war LaBruces erster Zombie-Streifen, mit dem er 2008 auf dem Sundance Film Festival vertreten war. L.A. ZOMBIE mit dem international bekannten Pornostar und Model Francois Saga in der Hauptrolle des schwulen Alien-Zombies feiert nun seine Weltpremiere auf dem 63. Filmfestival in Locarno, das nach der heutigen Eröffnung noch bis zum 14. August läuft.

Tipp: Ein interessanter Aufsatz von Marc Siegel über die Ästhetik des Post-Porn-Regisseurs Bruce LaBruce ist in der Zeitschrift montage AV 18/2/2009 (Seite 99-118) erschienen.

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